Musik für Sommernächte
von Gerda Völk
Obermain-Tagblatt Lichtenfels, 07.06.2016

…Den Solopart im ersten Violoncello-Konzert von Carl Stamitz übernahm die weit über die Region hinaus bekannte Cellovirtuosin Ulrike Gossel (Küps). Carl Stamitz gehörte der sogenannten „Mannheimer Schule“ des 18. Jahrhunderts an. Sein erstes Violoncello-Konzert in G-Dur hatte der Komponist dem musikliebenden und selbst Cello spielenden König Friedrich Wilhelm II. von Preußen gewidmet. Ein Werk, das durch seine Interpretation und die Spielfreude der Musiker gefiel. Ein erheblicher Teil des begeisterten Applauses dürfte dabei Ulrike Gossel gegolten haben.

… Einen besonderen Schlusspunkt setzte das Instrumental-Collegium und Cellistin Ulrike Gossel mit dem „Andante cantabile“ für Violoncello und Streichorchester aus der Feder des großen russischen Komponisten Peter Tschaikowski. Die Vorlage dazu hatte der Komponist von einem Anstreicher im Haus seiner Schwester gehört. Ebenfalls überliefert ist, dass Tolstoi vor Rührung in Tränen ausgebrochen ist, als er das Werk zum ersten Mal hörte. Ein begeisterter Applaus war der verdiente Lohn für ein überaus hörenswertes Konzert, das viele Höhepunkte bereithielt.

Amüsieren mit der Csárdásfürstin
von Dr. Peter Müller
Neue Presse Coburg, 04.02. 2015

… Zu einem kleinen, aber feinen Cellosolo von Ulrike Gossel besangen die Violinen und die Solisten „Zwei Märchenaugen“, die man niemals vergisst…

Erinnerung statt Anklage
von Heike Schülein
Fränkischer Tag Kronach, 10.11.2013

Der Zuhörer empfindet die klagenden Klänge von Klarinette und Cello wie menschliche Stimmen, die ihre traurige Geschichte erzählen. Ein Hauch von Klezmer liegt in der Luft. Als Ulrike (Cello) und Walter Gossel (Klarinette) am Samstagabend die Stücke „Nacht voller Hass“ und „Morgen voller Trauer“ erklingen ließen, meinte man tatsächlich, „sprechende Instrumente“ hören zu können – flüsternd, wimmernd, jammernd, anklagend und schreiend. Sein Instrument meisterlich zu beherrschen, ist das Eine. Mit Klängen Gefühle auszudrücken und Emotionen freizusetzen, die man sonst auf keinem anderen Weg in diese Welt tragen könnte, ist das Andere. Die Geschwister Gossel sind zweifelsohne exzellente Musiker, die ihr „Handwerk“ bestens verstehen. Sie schaffen es aber auch, ihre Herzen vollkommen für die Musik zu öffnen und sich voll und ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren – voller Respekt und Wertschätzung für die von ihnen dargebotenen Werke. Der junge Komponist Sebastian Paul Rehnert hatte die beiden Stücke, die musikalisch Bezug aufeinander nehmen und zusammen gehören, eigens für die Gedenkveranstaltung geschrieben.

Ein Konzert der Extraklasse
von Regine Bellazrak
Neue Presse Kronach, 14.05.2012

…“Schreiben Sie das bitte- ein Konzert der Extraklasse- sowas hat Kronach noch nicht oft gesehen und gehört“, so äußerten sich viele begeisterte Besucher des „Crana Concerts“, zu dem die Kronacher Lokalmatadoren Barbara Scherbel (geborene Zenk, Klavier), Ulrike Gossel (Violoncello) und Johannes Klumpp (Violine) zusammen mit der „Vogtland Philharmonie“ unter Leitung des Kronacher Dekanatkantors Marius Popp in den Kronacher Kreiskulturraum eingeladen hatten. … Gebannt lauschte das Publikum dem Klängen.
Instrumente und Solisten schienen miteinander verschmolzen zu sein. Harmonisch übernahm die Violine die vom Violoncello angespielte Melodie, die auch das Klavier aufgriff und vollendete. Einen wahren Ohrenschmaus boten Solisten und Orchester mit den drei Sätzen Allegro, Largo und Rondo alla Pollacca aus Ludwig van Beethovens Konzert C-Dur, op. 56. Das Tripelkonzert wurde zum Wohlgefallen aller hervorragend umgesetzt.
Marius Popp hatte sein Orchester gut in Griff und ließ es zu Höchstform auflaufen. Das Publikum war begeistert von diesem grandiosen Konzert und sparte nicht mit Applaus. Mit einer Zugabe, dem „Finale“ aus Joseph Haydns „Zigeunertrio“, bedankten sich die Künstler ihrerseits beim Publikum.

Sinfonie mit Schlussfuge
von Heike Schülein
Fränkischer Tag Kronach, 08.05.2012

Auf Einladung von Dekanatskantor Marius Popp leuchteten am Sonntagabend drei herausragende Sterne des Musikhimmels im Kreiskulturraum beim „Crana Concert“.
… Die ehemaligen Kronacher Preisträger Barbara Scherbel (Klavier), Ulrike Gossel (Cello) und Johannes Klumpp (Violine) spielen van Beethoven. … Fast verloren in gedanklicher Konzentration wirken die beiden Künstler zu Beginn ihres Auftritts. Sie scheinen gänzlich mit ihren Instrumenten zu verschmelzen. Immer ist da eine tiefe und harmonische Innigkeit zwischen den Spielern Johannes Klumpp und Ulrike Gossel und ihren Instrumenten, der Violine und dem Cello, spürbar.
… Zu dritt begeistern sie mit einem Gesamtklang, der sich über die Tonschönheit des einzelnen Spielers hinaus zu einem ausgewogenen Ganzen verbindet. Die Intensität ihres Spieles beeindruckt. Jede Note wird zu einem tief empfundenen Gefühl und zu einem musikalischen Geben und Nehmen. Gleichsam wie ein einziges Instrument lassen die drei kongenialen Musiker das Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester von Ludwig van Beethoven erklingen.
… Kein Wunder also, dass es nach den letzen Noten für alle Akteure begeisterten Applaus für deren hohe Musikalität, technische Perfektion und große solistische Präsenz gab. Belohnt wurden die Zuhörer mit einer grandiosen Zugabe, nämlich dem Finale aus Joseph Haydns Zigeunertrio.
… haben die drei ehemaligen Kronacher Preisträger auf das Eindrucksvollste bei ihrem Konzert demonstriert. So bleibt allen Musikliebhabern die Hoffnung auf weitere spannungsvolle Abende solch sinnlicher Klangfülle.

Lebensfreude auf der Veste
von Peter Müller
Neue Presse Coburg, Feuilleton, 26.07.2011

…Ruhige narrative Momente mit langem Atem in den „Largos“ wechseln mit dramatisch kurzatmigen Szenen; Orchesterlyrik und gemeinsame Träumerei mit der Flöte steigert sich in den „Fantasmi“, Presto und Allegro Sätzen zu rustikalen Kontrapunkten, in denen den wiegenden Bratschen und dem dialogischen Cellosolo von Ulrike Gossel eine besonders beruhigende und sonore Bedeutung zukam. Dieser volle Celloton war auch in den „Zwei lyrischen Stücken op. 34“ von Edvard Grieg tragend, über deren elegischem Gesang die geteilten Geigenstimmen norwegisch mystische Stimmung erzeugen. Mit diesen großen romantischen Gefühlen endete der erste Teil der abendlichen Serenade. Mit spannender Konzertanz und einer natürlichen, vogelsgleichen Flötenstimmung, feinen Oktavsprüngen und Trillern setzte Angelika Stirner-Ebert ihre ästhetische Brillanz mit dem „Konzert C- Dur op. 7,3“ von Jean Marie Leclair fort. In einem superreinen und sympathetischen Zwiegespräch mit Ulrike Gossel als Solocellistin öffneten sich viele musikalische Ideen des französischen Komponisten zwischen Barock und Klassik….

Jagende Bogen, schwere Kost
von Regine Bellazrak
Neue Presse Kronach, 28.06.2011

In der Kronacher Synagoge erlebten die Besucher ein ganz besonderes Konzert. …Erfreut begrüßte Gisela Zaich die vier jungen Musikerinnen und die zahlreich erschienenen Musikliebhaber. …Ulrike Gossel führte locker und informativ durch das Programm mit teilweise „schwerer“ Kost. ….Das Streichquartett gibt großartige Werke von Mozart, Schostakowitsch und Schubert gekonnt zum Besten. …eröffneten Diana Zohrabyan (Violine), Boyana Maynalovska (Violine), Zhuo Lu (Viola) und Ulrike Gossel (Violoncello) das Konzert. …Schon nach den ersten Bogenstrichen hörte man ganz deutlich, dass hier Profis am Werk sind. Gekonnt brachten sie die frischen, tänzerischen Takte Mozarts herüber und betonten dabei die langsamen Mittelsätze. …Die Bogen von Violinen, Viola und Violoncello jagten nur so über die Saiten. Gekonnt saß jeder Bogenstrich. Mit leidenschaftlicher Hingabe spielten die vier Musikerinnen ihre Instrumente. Dann wurden die Töne wieder wehmütig und anklagend, glichen einem tiefen Seufzer. …Tief und wehmütig erklangen die Instrumente. Souverän meisterten die jungen Damen alle Herausforderungen, die Schubert in sein Quartett eingebaut hatte. Die vier Streicherinnen spielten sich auf den Schluss zu in einen wahren Rausch. Gegeneinander lauschten die Muikerinnen auf ihre Partner, hielten Blickkontakt. Sie waren bestens aufeinander eingestimmt. Minutenlanger Applaus bestätigte den jungen Damen, dass sie eine Meisterleistung vollbracht und ihre Herausforderung wirklich mit Bravour bewältigt hatten.

Alle Musiker sind Feuer und Flamme
von Marius Popp
Fränkischer Tag Bamberg, Lokalteil Kronach, 06.10.2010

Im ersten Werk von Bruch war die Cellistin Ulrike Maria Gossel in „Kol Nidrei“, Konzertstück nach hebräischen Melodien für Violoncello und Orchester d-Moll op. 47 zu hören. Die Solistin ließ sich stark von der Thematik der Komposition inspirieren und mitreißen- und entsprechend nachdenklich, zart, wehmütig, sensibel und gefühlsstark war ihre Interpretation. Mit einem angenehmen Vibrato, virtuosen Läufen, großen musikalischen Bögen und feinsinniger Agogik sorgte sie für eine gelungene solistische Interpretation, die unaufdringlich und zurückhaltend durch das Orchester unterstützt wurde.

Romantik pur in Kronach
von Dr. Peter Müller
Neue Presse Coburg, 05.10.2010 – Feuilleton

Mit dem „Konzertstück für Violoncello und Orchester d-Moll, op. 48, – Kol Nidrei“ verzauberte Ulrike Maria Gossel. Lyrische Klänge nach hebräischen Melodien zum Gebet des Vorsängers für das Yom-Kippur-Fest konnten die andächtig bewundernden Musikkenner genießen. Tief klagend und mächtig hoffend spielte Ulrike Maria Gossel höchst einfühlend und mit virtuoser Brillanz dieses von Harfe und vollem Orchester samt Pauken sanft begleitete Lied traumhaft zu einem bejubelten Ende.

Zwischen Trost und Anklage
von Dr. Peter Müller
Neue Presse Kronach, 13.07.2010 – Feuilleton

…spielten zusammen mit Ulrike Maria Gossel aus Kronach am singenden Violoncello das Sonderkonzert des vhs-Musikrings „Schöner Gigolo“ mit Verve und authentischer Ausstrahlung. Mit dieser Leidenschaft für gute und dazu perfekt intonierte Musik überwältigten die fünf Künstler das handverlesene Publikum…

Einen Abend der intimen Klänge geboten
Reichenhaller Tagblatt, 26./27.09.2009

In der Reichenhaller „Musikszene“ gibt es ab und zu Perlen der Klassik, die man nicht vermutet. …so auch, als Ulrike Maria Gossel, Cello, und Giedre Siaulyte, Harfe, ein berückend schönes Konzert in der Konzertrotunde gaben. …Charmant moderierte Ulrike Gossel den gesamten Abend, in dem sie viele passende Gedichte oder sogar Originaltexte der Stücke einstreute. … Mit feinem, schönem Celloklang und wach im Zusammenspiel mit der Harfenistin interpretierte Ulrike Gossel die Kompositionen. …bei L. Tedeschis Elegie ein Eintauchen in andere Klangsphären, wundervoll ausgekostet von den Künstlerinnen. …Ein Abend der intimen Klänge, poetisch und voller Zartheit, ging zu Ende mit viel Applaus und vielen Blumen.

Volle Bandbreite der Dynamik genutzt
von Jürgen Mark
Neue Presse Kronach, 01.10.2004

Ebenfalls ein Höhepunkt war die Interpretation Joseph Haydns „Konzert für Violoncello und Orchester“ von Ulrike Maria Gossel. Sie spielte das „Allegro moderato“ in eindrucksvoller Weise und meisterte auch schwierige Passagen, als ob diese nur für sie geschrieben wurden. Erstaunlich ist dies nicht, belegte Ulrike Maria Gossel doch namhafte Meisterkurse und ist international bei vielen Konzerten zu hören.